Michelle Calios: Wie würde man Koro heute mit KI aufbauen – und braucht man dann noch 300 Mitarbeitende?
Shownotes
Was braucht es heute noch, um ein großes Unternehmen aufzubauen? Kapital, ein großes Team, die richtige Idee? Oder verändert KI gerade die Spielregeln des Unternehmertums grundlegend – vor allem für Gründerinnen und Gründer?
In dieser Folge des offiziellen Podcasts zum BIG BANG KI FESTIVAL spricht Host Ayse Mese mit Michelle Calios, Beraterin für Sourcing, Procurement und Supply Chain Operations sowie Mitgründerin von Koro. Das Gespräch entstand nur wenige Tage nach dem BIG BANG KI FESTIVAL 2026 – als Reality Check nach zwei Tagen voller großer Versprechen und Zukunftsvisionen.
Michelle Calios hat KoRo 2012 mitgegründet – damals mit drei Menschen, heute rund 300 Mitarbeitende. Während der Anfangszeit war YouTube noch frisch, Influencer-Marketing eine Wette auf die Zukunft, und der Großpackungsgedanke für Trockenfrüchte und Nüsse schlicht noch nicht auf dem Markt. Elf Jahre operative Verantwortung, unter anderem als Head of Operations, machten sie zur Expertin für alles, was hinter einem skalierenden Consumer-Brand wirklich hängt. Heute berät sie Gründer und Management-Teams, ist Business Angel – und zieht dabei eine klare Linie zwischen dem, was KI wirklich kann, und dem, was noch lange Menschensache bleibt.
Im Gespräch wird deutlich: KI macht den Start einfacher. Aber die wichtigen Fragen – Qualität, Lieferantenbeziehungen, echte Nachfrage – die bleiben.
Die zentralen Themen dieser Folge:
🔸 Von Waschpulver zu Trockenfrüchten: wie 2012 wirklich angefangen hat
🔸 Timing, Qualität und transparente Lieferketten – was Koro früh vom Wettbewerb abgehoben hat
🔸 Gedankenexperiment: Wie würde man Koro heute mit KI aufbauen?
🔸 Wo KI bei Koro am meisten gebracht hätte: Nachfrageprognosen, Marktanalysen, Kundenservice, Content
🔸 Wo KI klare Grenzen hat: Wareneingang, Qualitätskontrolle, Geschmackstests, Lieferantenverhandlungen
🔸 Lieferanten sind Beziehung – und Beziehungen sind nicht automatisierbar
🔸 Führung gemischter Teams: Warum menschliche Empathie in Meetings durch KI nicht ersetzt wird
🔸 Skalierung ohne mehr Mitarbeitende: realistisch für Software, skeptisch bei physischen Produkten
🔸 Einstiegshürden sinken durch KI – aber Supply Chain, Logistik und Qualität werden unterschätzt
🔸 Was sie als Business Angel wirklich sehen will: ein echtes Problem, ein überzeugendes Produkt
🔸 Ihre Investments: SIE, Nüchtern, Nola, Pickle Company – und was alle verbindet
🔸 Was ein „AI-powered“-Pitchdeck ihr sagen muss, damit sie es glaubt
🔸 Was sich in zwei Jahren bei Investoren verändern wird: KI-Kompetenz als Grundskill
🔸 Lieblingstool: Claude – mit hochgeladenen Dateien zu Keynotes, Panels und Podcasts
🔸 Prompt-Tipp: Claude mit eigener Biografie, Themen und Materialien füttern – und dann authentisch weiterführen
🔸 Was KI für sie wirklich handfest ist: Content-Unterstützung, Meeting-Zusammenfassungen per Gemini, E-Mail-Strukturierung
🔸 Was sie auch ein bisschen erschreckt: der Gedanke, zu viel an KI abzugeben
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Das BIG BANG KI FESTIVAL 2026 hat mit 11.500 Gästen:innen gezeigt: Europas größtes KI-Event wächst weiter. Zwei Tage lang verwandelte sich die Station in Berlin in einen Hotspot für Innovation, Inspiration und Vernetzung. Mit führenden Speaker:innen, Unternehmen und einer Community, die die Zukunft aktiv gestaltet.
Jetzt heißt es: Save the Date! Am 10. & 11. November 2027 steigt das BIG BANG KI FESTIVAL 2027. Noch größer. Noch internationaler. Noch relevanter für alle, die mit KI die Transformation in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aktiv gestalten wollen.
Tickets für 2027 könnt ihr euch jetzt sichern:
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Bleibt dran – in diesem Podcast versorgen wir euch regelmäßig mit Insights, Updates und Stimmen rund um das BIG BANG KI Festival.
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