Ulf Zinne: Wie KI den Vertrieb revolutioniert und echte Kundenbeziehungen stärkt

Shownotes

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00:00:00: Aus meiner Haltung heraus sage ich, Verkaufen gibt es in dieser Form gar nicht, weil der Verkaufsprozess eigentlich eine Begleitung eines Kaufentscheidungsprozesses ist.

00:00:09: Und dementsprechend geht es bei Jungenshaes Excellence sehr stark darum, diesen Kaufentscheidungsprozess zu begleiten und zu sagen, welche Frage stellt sich eigentlich welcher Interessent an welcher Stelle innerhalb seines Teilentscheidungsprozesses und wie können wir darauf einwirken.

00:00:22: Und das ist natürlich zum Teil mit der Customer Journey vergleichbar, aber das Wichtige ist, dass wir das vor allen Dingen wirklich konsequent aus der Empfängerperspektive denken.

00:00:40: Willkommen zum Big Bang Podcast.

00:00:42: Ich bin Ayse Meese, mein Gast heute Ulf Zinne.

00:00:45: Unternehmer, Speaker, Sparings Partner für den Vertrieb und bekannt für den Human Sales Excellence.

00:00:51: Er hilft Unternehmen authentisch mit Haltung zu verkaufen.

00:00:55: Schön, dass du da bist.

00:00:58: Sehr gerne.

00:00:58: Danke schön, dass ich da sein darf.

00:01:00: Ja, eine kurze Info zu dir für unsere Zuhörerinnen, die dich noch nicht kennen, Jahrgang, über zwanzig Jahre im Bereich Vertrieb und Medien.

00:01:11: Internationale Stationen unter anderem in USA und Südkorea, besonders spannend.

00:01:16: Heute Geschäftsführer der UFZINE GmbH und Hardworking Investment GmbH und bekannt für klare Worte und absolute Fokussierung auf den Job.

00:01:25: To be done der Kunden, haben wir jetzt gehört.

00:01:28: Dann möchte ich gerne direkt starten.

00:01:30: Du warst ja bei uns als Speaker beim Big Bank AI Festival.

00:01:34: Was hat dich da am meisten überrascht, inhaltlich und atmosphärisch?

00:01:40: Eine schöne Einstiegsfrage.

00:01:43: Also ich sage mal so, erstmal kann ich ganz aufrichtig sagen, von allen Veranstaltungen, wo ich jemals war, war bei euch das Netzwerk nicht nur am schönsten, sondern auch einfach am besten.

00:01:52: Also die gesamte Atmosphäre war sensationell.

00:01:55: Ich durfte so viele persönliche, tolle Gespräche auch mit anderen Speikern führen, aber auch mit Besuchern.

00:02:00: das Netzwerk war eine große Freude.

00:02:02: Ich war zwei Tage lang wirklich nur in Netzwerk, Netzwerk, Netzwerk.

00:02:05: Das habe ich definitiv bei keiner Veranstaltung in der Vergangenheit.

00:02:09: Gleichbarenqualität erlebt.

00:02:10: Das kann ich absolut safe sagen.

00:02:12: Das zweite, was mir sehr gut gefallen hat, war die Vielseitigkeit der Speaker und vor allen Dingen, wie es euch auch gelungen ist, die verschiedenen Bühnen zu besetzen.

00:02:19: Das fand ich sehr bemerkenswert, weil es teilweise auch über, wie sagt man das, übergreifen von den Generationen auch war.

00:02:25: So viele Panel-Diskussionen mal gesehen, wo einfach nicht nur unterschiedliche Perspektiven waren, sondern auch unterschiedliche Altersgruppen.

00:02:31: Und ich fand es Wahnsinn, wie viele Speaker vollkommen unterschiedlicher Couleur ihr da zusammengebracht habt.

00:02:36: Und das hat es für mich tatsächlich auch besonders gemacht, wie ich es tatsächlich in dieser Speakerdichte... ... sag mal eingebunden in das Gesamtkonzept, ... ... tatsächlich jetzt auch noch nicht wirklich ... ... oft vorgefunden habe.

00:02:48: Das sind so die zwei Sachen, ... ... die mir so besonders schön ... ... in der Errungung blieben sind, ... ... natürlich neben einem bombastischen Wetter, ... ... was ihr natürlich mitbestellt habt.

00:02:55: Ja,

00:02:55: natürlich.

00:02:56: Und natürlich selbstverständlich.

00:02:58: Und das hat natürlich das Ganze noch mal abgerundet, ... ... dass man auch draußen sein konnte.

00:03:01: Und ich fand es auch schön, ... ... weil es so viele Kleinigkeiten, ... ... vielleicht auch diejenigen, ... ... die dann selber mal zum Festival kommen wollen, ... ... dass eben auch noch mal Livemusik war, ... ... dass ein bisschen eine Sängere noch draußen war.

00:03:12: Die Foodtrucks fand ich ... Also, hatte eine schöne Festivalatmosphäre natürlich auch in der entsprechenden coolen Location in Berlin, muss man sagen.

00:03:19: Ja, wir waren wirklich auch sehr, sehr froh darüber.

00:03:22: Wenn wir jetzt von dem atmosphärischen nochmal weggehen ein Stück weit, welche Session, würde ich so sagen, hat dein Sales-Denken verändert?

00:03:32: Sogar vielleicht?

00:03:33: Oder was hat dich so besonders beeindruckt?

00:03:35: Also, ich war tatsächlich aufgrund auch der Panel-Diskussion und vieler Diskussion in wenigen Sessions dann drin.

00:03:42: Professor Jan Neuhöfer von der Uni hier in Hamburg, meine ich, der ursprünglich von der RWTH Aachen kommt in Robotik und das mit KI verbunden hat.

00:03:50: Und ich fand einen Satz von ihm wirklich extremst aufrüttelnd, als er eben sagte, wir haben nur so ungefähr so fünf, sechs Jahre, dann werden wir wahrscheinlich auch in den Haushalten Roboter Systeme haben.

00:03:59: Und vor allen Dingen, er sagte, wir haben auch als Deutsch, also als Deutschland selbst, hat einfach eine gigantische Chance, am internationalen Wettbewerb noch Teilnee zu nehmen, auch im KI Bereich, weil die nächste Phase von KI eben in den physischen AI liegt und das bedeutet natürlich Robotik und da können wir eben als Land, welches eben eine starke Ingenieurshistorie hat, wirklich auch mit Punkten und das fand ich mal so eine richtig schön aufatmende Atmosphäre bzw.

00:04:24: eine aufatmende positive Kernbotschaft, weil es ja normalerweise immer noch heißt, Deutschland hat den Anschluss verpasst, wir sind irgendwie auf den letzten Plätzen und so weiter.

00:04:32: und das fand ich einfach so einen schönen Gedanken hat aber auch gezeigt, erstens wir haben nicht mehr so viel Zeit, zweitens wir haben eine große Chance, wir sollten sie nutzen und da bin ich natürlich logischerweise auch immer relativ schnell dann im Denken und zu sagen, okay, was machen wir denn jetzt daraus?

00:04:45: Fand ich aber eine sehr schöne positive Atmosphäre und auch eine gute Botschaft, die mir besonders hängen geblieben

00:04:49: ist.

00:04:50: Ja, das finde ich auch.

00:04:51: Ich habe das auch das eine oder andere mal gehört, dass wir gerade aufgrund unserer Ingenieurskunst und der Hardware, die wir exportweltmeistermäßig herstellen, ganz gute Chancen haben, wieder international mitmachen zu können.

00:05:07: Was müssen deutsche Unternehmen denn jetzt abstellen aus deiner Vertriebsexpertise heraus, damit KI im Vertrieb auch seine Wirkung zeigt?

00:05:20: Oh, das ist eine sehr vielschichtige Frage.

00:05:21: In der Kürze der Zeit von dem, was ich mitbekomme, ist in dem Gröbsten der Fälle überhaupt erst mal ... die Akzeptanz von KI-Lösungen als erstes zu nennen und zum zweiten aber auch das ganze teilweise wirklich auch wieder runter zu kochen auf das, worum es geht.

00:05:38: Also ich sage jetzt mal so, wir sind natürlich... die wir jetzt auf solchen Festivals sind und so weiter, auch schon immer so besonderen Bubble drin.

00:05:45: Wir haben ja immer noch die Situation, dass in vielen Unternehmen ein CM-System Axel ist, ja, und so weiter und so fort.

00:05:50: Das heißt, bevor wir also irgendwie bei Automatisier oder, oder, klar, Entschuldigung, bei irgendwelchen KI Agents und was auch immer angekommen sind, sind viele Unternehmen erst mal an der Stelle, dass sie sagen, hey, mit Automatisierung wären wir schon ein deutlicher Schritt weiter.

00:06:02: Und ich glaube, ganz wichtig für die Unternehmen ist sich den Themen zu öffnen, auch dem Thema KI zu öffnen, aber das gleichzeitig eben auch mit Back to the Rules und zu sagen, Okay, was ist es denn?

00:06:12: aber das, was wir wirklich brauchen?

00:06:13: Das halte ich für extrem wichtig.

00:06:15: Und in dem Kontext auch mit, was, glaube ich, die Unternehmen brauchen und wo auch eine große Gefahr besteht, ist, dass sie sich nicht in den Tools verzetteln.

00:06:22: Weil ich sage immer so, wenn du mal depressiv werden willst, dann gehst du mal auf diese Suchmaschine, ja, für jedes Problem gibt es eine AI-Lösung, gibt es ja eine eigene Seite.

00:06:29: Und dann kannst du mal zwei Stunden datteln, danach hast du das Gefühl, ich brauche nie wieder zur Arbeit gehen.

00:06:34: Und ich glaube, dass wir in den Unternehmen aber viel mehr darüber nachdenken müssen, was in unsere Use-Case ist.

00:06:38: Und momentan fällt mir immer wieder auf, dass viele Unternehmen mehr und auch Führungskräfte in Unternehmen immer über Tools sprechen und sagen, mein Schatz, hast du das schon gesehen?

00:06:45: und was man damit nicht alles machen kann?

00:06:46: Aber dadurch steigt die Komplexität ins Unendliche und ich glaube, der viel bessere Weg ist zu sagen, okay, was ist für uns wirklich der Use Case?

00:06:54: Was haben wir im Unternehmen für, was wir eine Lösung brauchen und von dort aus dann die entsprechenden KI-Tools zur Unterstützung zu nutzen?

00:07:00: Ich glaube, dass das für die Unternehmen der deutlich produktivere und auch der nervenschonende Weg ist.

00:07:05: Ja, man muss natürlich sehen, in welchem Stadion sich das unternehmen.

00:07:09: Absolut

00:07:09: immer.

00:07:10: Es ist schon richtig, wenn man noch keine Prozesse digitalisiert hat, kann man auch schwierig künstliche Intelligenz einsetzen, um da irgendwas effizienter zu gestalten, weil das Ganze beruht ja auf einer Datengrundlage, mit dem man das System füttern muss.

00:07:24: Wenn wir jetzt von dem Festival mal wegkommen und direkt in dein System springen, Human Sales Excellence.

00:07:34: Was würdest du sagen für jemanden, der das noch nicht gehört hat?

00:07:37: Was genau ist das?

00:07:40: Human Sales Excellence ist letztendlich ein System, welches aus vier Schritten besteht, welches Vertrieb als ganzheitliche Form der Unternehmensführung etabliert.

00:07:47: Wir haben hier immer noch in vielen Unternehmen das Problem, dass Vertrieb eine Abteilung ist.

00:07:51: Das sind Frau Müller und Herr Meier und so weiter und so fort.

00:07:54: Und ich habe vor über fünfzehn Jahren mittlerweile gesagt, nee, nee, wir müssen Vertrieb anders denken.

00:07:58: Das ist eine Kompletausrichtung des Unternehmens, bei der jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin einen individuellen Vertriebsbeitrag haben und die insgesamt eben auf diesen berühmten Job sowie dann der Kunden ausgerichtet.

00:08:09: Und was es human macht, bedeutet, dass wir das Ganze nicht auf Kosten der Persönlichkeit des Einzelnen machen, sondern ganz bewusst auf Basis der Persönlichkeit jedes Einzelnen, weil ich schon lange, lange, bevor das zu Modewordworte wurde gesagt habe, Menschen wollen Menschen und wir brauchen eine gesunde Authentizität, mit der wir eben auch am Markt und vor allem vom Kopf von Interessenten und Kunden punkten können.

00:08:29: Das ist, glaube ich, mal so die kürzeste Definition, die ich geben kann, aber da könnte man noch lange, lange drüber sprechen, aber du hast ja gesagt, ideal war sein Einsatz.

00:08:36: Ja, das erinnert mich so ein bisschen aus dem digitalen Bereich.

00:08:40: Wir machen ja hier sehr, sehr viel mit Online-Marketing-Themen an das Thema User Experience und das Interface sozusagen im digitalen Bereich.

00:08:48: Da geht es ja auch darum, dass die gesamte Customer Journey soweit optimiert ist, dass der User, der auf die Seite kommt, bestmöglich zum Produkt findet und idealerweise bestellt und dann wieder auscheckt.

00:09:00: Kann man sich das so ähnlich vorstellen, den Ansatz?

00:09:03: Genau, das ist ein Teilaspekt davon.

00:09:06: Möglichkeit, aber nochmal eine ganz wichtige Unterscheidung zu treffen, was, wenn wir jetzt ein bisschen weiter in die Tiefe gehen.

00:09:11: Von Vertrieb und Verkauf haben wir meistens so ein ganz besonderes Bild.

00:09:14: Also ich habe zum Beispiel einen Kugelschreiber, ja, und ich möchte, ich gebe, der Prozess von Vertrieb ist, dass ich jetzt gucke, sozusagen, wie ich dir diesen Kugelschreiber in die Hand drücke.

00:09:22: So, das heißt, es ist also von, von, von mir in deine Richtung.

00:09:25: Das verstehen wir unter Verkauf.

00:09:27: Aus meiner Haltung heraus sage ich, Verkaufen gibt es in dieser Form gar nicht, weil der Verkaufsprozess eigentlich eine Begleitung eines Kaufentscheidungsprozesses ist.

00:09:36: Und dementsprechend geht es bei Jungenshers Excellence sehr stark darum, diesen Kaufentscheidungsprozess zu begleiten und zu sagen, welche Frage stellt sich eigentlich welcher Interessent an welcher Stelle innerhalb seines Teilentscheidungsprozesses und wie können wir darauf einwirken.

00:09:50: Und das ist natürlich zum Teil mit der Customer Journey vergleichbar, aber das Wichtige ist, dass wir das vor allen Dingen wirklich konsequent aus der Empfängerperspektive denken.

00:09:58: Und ich habe halt im Rahmen jetzt von vielen, vielen Jahren, die ich das mittlerweile machen darf, letztendlich herausgefunden, dass auch kulturübergreifend jede Kaufentscheidung, elf Teilentscheidungsfragen beinhaltet.

00:10:08: Die sind mal stärker, mal schwächer, je nachdem, wie lange man sich zum Beispiel schon kennt, wie für Vertrauen schon aufgebohrt wurde und so weiter.

00:10:14: Aber letztendlich durchläuft jeder Kunde bei jeder Kaufentscheidung diese elf Fragen.

00:10:18: Und wenn ich die in den Mittelpunkt habe, kann ich eben sehr klar auch entscheiden, okay, wo steht gerade die jeweilige Kunde und welche Teilentscheidung muss jetzt gerade getroffen werden.

00:10:26: ... damit der Kaufprozess insgesamt weitergeht.

00:10:28: Also ja es ist mit drin, ... ... aber es ist wichtig, ... ... das was aus der richtigen Perspektive betrachtet.

00:10:32: Verstehe.

00:10:33: Wir sprechen ja im Vertriebsprozessen ... ... häufig von KPIs.

00:10:38: Welche echten KPIs definierst du ... ... beziehungsweise jetzt?

00:10:43: es gibt ja diese Vanity KPIs, ... ... das ist ein bisschen nice for health, ...

00:10:47: ... aber

00:10:48: im Grunde genommen tragen sie wenig ... ... zum Gesamtefolg des einer Unternehmung bei.

00:10:53: Ja.

00:10:54: Was sagst du dazu?

00:10:56: Ja, also ich sage mal so, ich habe früher mit Scherz immer gesagt, wenn du dich mit Unternehmen anlegen willst oder mit Mitarbeitern, dann streiche, dann geh am besten um das Thema Kantine und Furpa gleichzeitig ran.

00:11:05: Ich glaube, bei vielen Unternehmen hat man den selben Effekt, wenn man sagt, wie gehen wir an das Thema KPIs dran.

00:11:10: Ich glaube, KPIs sind vor allen Dingen immer eine unglaublich individuelle Perspektive.

00:11:14: Ich kann zumindest sagen, alles, was ich aus der Arbeit auch mit Finanzvorständen gehört habe, mehr als sieben KPIs solltest du generell erst mal nicht haben und zwar auch unabhängig von der Frage, wie groß dein Unternehmen ist.

00:11:22: So, wenn wir jetzt aber von deinem schönen Begriff der Vanity KPIs gehen.

00:11:25: wobei ich gerade gedacht habe, vielleicht hätte ich mir den großen blauen Daumen noch irgendwie vergelben Daumen oder was auch immer anziehen sollen.

00:11:30: Hier hat das T-Shirt.

00:11:31: Nein, aber ich glaube, das sind eben genau diese Punkte.

00:11:34: Da hast du schon recht, das ist eine ernste Frage, dass wir uns eben nicht in irgendwelche blauen Daumen und lila Punkte und was auch immer vergucken.

00:11:40: In meiner Welt rausgesetzt.

00:11:43: das, was ich gerade gesagt habe, das ist sehr individuell ist.

00:11:45: Für mich sind zum Beispiel zwei Kennzahlen super, super wichtig, wenn wir das jetzt mal auf der quantitativen Ebene sehen.

00:11:51: Das eine ist letztendlich der Customer lifetime value.

00:11:54: Das andere ist, wie ich das nenne, die buying through speed.

00:11:57: Also das bedeutet, wie schnell werden Kaufentscheidungen tatsächlich getroffen, weil das was natürlich auch mit Vertrauen, mit Klarheit, in Argumentation und so weiter zu tun hat.

00:12:06: Das sind für mich zwei Quantität, die wir kennen sein, die für uns extrem wichtig sind.

00:12:10: Wie kann man so etwas herausfinden, auch als kleineres Unternehmen beispielsweise, indem man sich zum Beispiel aus einem E-Mail-Marketing-System für einen bestimmten Zeitraum alle Neueintragungen in der E-Mail-Liste nimmt und die in Korrelation setzt, mit beispielsweise aus dem Shopping-System, wer hat welches gekauft?

00:12:24: und dann habe ich natürlich produktspezifische Aussage, wie lange beispielsweise die Kaufentscheidung dauert und kann dann eben überlegen, okay, wie kann ich noch mal darauf einwirken.

00:12:32: Das ist für mich zum Beispiel quantitativ.

00:12:35: Qualitativ habe ich auch zwei Kennzahlen, mit denen ich gehe.

00:12:39: Eigentlich sind sogar drei.

00:12:40: Das eine ist der Informationsvorsprung.

00:12:42: Also wie sehr sind meine Kunden, mit denen ich arbeite, bereit mich auch mal anzurufen und sagen, hey, ich habe über Spannendes gehört.

00:12:48: Was ist denn so deine Meinung dazu?

00:12:50: Also wie sehr besteht auch dieses Vertrauen wirklich in eine Information?

00:12:53: Vorsprung zu kommen.

00:12:55: Das zweite ist die weitere Empfehlungsquote, also finde ich extrem wichtig, werden wir darüber sprechen.

00:13:02: Und ja, das ist im Prinzip sind so die vier wichtigsten, nach denen ich jetzt erstmal gehe.

00:13:06: Und aus der Erfahrung heraus kommt man damit eben auch deutlich weiter, als jetzt irgendwie blaue, geschickte, grüne oder sonst was für Symbole auf Social Media zu ziehen.

00:13:15: Wobei ich nicht sagen möchte, dass sie nicht wichtig sind, hängt aber durch das vorhin so schön gesagt auch sehr stark von der Größe des Unternehmens ab und natürlich auch von der strategischen Zielsetzung, die damit verbunden

00:13:24: ist.

00:13:25: Genau, genau.

00:13:25: Und von der Produkt, welch die Mann da hat.

00:13:27: Absolut.

00:13:27: Oder den Dienstleistung, das einer eignet sich sehr für Social Media, das andere eher weniger.

00:13:33: Ja, absolut.

00:13:34: Und das hängt natürlich stark davon ab, als ich jetzt von allen Branchen nicht gesehen habe, das war eine Menge, bin ich völlig bei dir, habe ich auch B to C-Markt, habe ich B to B-Markt, ist es eher nischig, ist es nicht nischig, ist es... Also, da muss man wirklich sich individuell anschauen, deswegen sage ich zu Beginn, meistens das Thema, wir fassen mal die KPI's an, löst eine längere Diskussion aus.

00:13:50: Richtig.

00:13:52: Und je nachdem, welche Abteilung man fragt.

00:13:54: Ja, genau.

00:13:54: Eine andere

00:13:57: Story, die man dann aufgetischt bekommt, womöglich beim Thema Authentizität.

00:14:03: Was rätst du da?

00:14:05: Also es gibt ja so ein bisschen die zwei Pole Oversharing versus Professionalität.

00:14:11: Was rätst du da deinen Kunden?

00:14:15: Also ich rate, ich bin ja, du hast ja gesagt in der Anmodation, ich bin bekannt für klare Worte.

00:14:20: Ich sage immer sehr viel von dem, was ich unter Authentizität am Markt finde, ist keine Authentizität, sondern es ist irgendwie so ein Mix aus, ich möchte mich unbedingt profilieren und selbst darstellen, mir ist eigentlich auch ziemlich egal, was jeder andere über mich denkt.

00:14:34: Das ist für mich nicht authentisch, das ist für mich einfach dumm.

00:14:36: Da bin ich auch ganz klar.

00:14:37: Da gibt

00:14:37: es leider viele Beispiele.

00:14:39: Ja, das lassen wir mal genau so stehen.

00:14:41: So, das bedeutet, für mich ist Authentizität natürlich klar, ne?

00:14:44: Das ist echteid.

00:14:45: Also ich finde, du musst heute schon aus ein bisschen Mut haben, dich nackig zu machen, ja?

00:14:48: Und dann auch mal zu zeigen, wer du bist.

00:14:50: Also Menschen wollen Persönlichkeit.

00:14:52: Und ich sage auch zum Beispiel immer, zum Beispiel für eine E-Mail-Kampagne, weil ja manchmal gefragt wird, ja, wie soll das denn jetzt losgehen?

00:14:57: Ich sage, hey, überleg mal zum Beispiel, wenn du eine E-Mail pro Monat schreiben würdest, was sind deine zwölf kleinen Signature-Stories, so das sichergestellt.

00:15:05: ist, dass ich dich nach einem Jahr als Persönlichkeit in den relevanten Punkten wirklich kennen.

00:15:10: So.

00:15:11: Und relevante Punkte sind eben diejenigen, wo es ein Match zum Markt gibt und auch ein Match zur Zielgruppe.

00:15:16: Und das ist eben etwas, was ich oftmals auch in der Diskussion vermisse, wenn es um Authentizität geht.

00:15:22: Deswegen unterscheide ich dort zwei Level.

00:15:24: Level eins ist das, was wir eben oftmals am Markt sehen.

00:15:26: Das ist dann so eine Generalentschuldigung für diejenigen, die sich weigern, irgendwie auf den Markt drauf zu gucken, die nur irgendwie ihre Idee da irgendwie umsetzen wollen oder die nix können und dann aber sagen, ja, aber ich bin halt so, wer damit nicht klar komplett gehabt.

00:15:38: Und das andere ist für mich sozusagen die Frage, wenn ich vom Kunden denke und wirklich auch von meiner Zielgruppe und sage, okay, welche Information brauchen die, welche Facetten meiner Persönlichkeit kann ich wirklich zum Ausdruck bringen, damit sich dort ein Vertrauensverhältnis aufbaut, damit man mich wirklich kennenlernen kann.

00:15:54: Dann werde ich natürlich nicht alles von mir zeigen.

00:15:56: Das tue ich auch nicht.

00:15:57: Aber die wesentlichen Aspekte, die mich authentisch machen, die mich echt machen, die mich ausmachen, das ist das, was ich teile.

00:16:03: In meinem Falle bei Das habe ich lange meine Probleme mit, mittlerweile ist das gar kein Thema mehr, aber zum Beispiel meine Outing Story mit Ende zwanzig.

00:16:11: Also gerade, wenn wir auch heute darüber sprechen, was bedeutet das auch durch KI-infundiert Veränderung in der eigenen Identität?

00:16:19: Wer bin ich überhaupt noch als Vertriebsmitarbeiter heutzutage?

00:16:21: Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn du nicht weißt, wer du bist und wenn du in so einem Identitätsloch drinsteckst.

00:16:26: Und deswegen ist das eine ganz persönliche Geschichte, die aber so substanziell wichtig ist, weil ich auf diese Art und Weise eben auch authentisch klarmachen kann, warum ich meine Kunden verstehe, warum ich bestimmte Leistungen anbieten kann und so weiter und so fort.

00:16:39: Und das ist immer meine Einladung zu gucken, wo ist der Match zwischen den Informationen, die die Zielgruppe wirklich braucht und den Informationen, die ich wirklich authentisch teilen kann und diese Mischmenge sozusagen.

00:16:49: Das ist das, was für mich eine relevante Authentizität am Ende des Tages auszeichnet.

00:16:55: Und zum nächsten Punkt.

00:16:58: Da geht es so ein bisschen um das Thema Vertrauen, Handschlagmentalität.

00:17:03: Da gibt's auch zwei Pole.

00:17:06: Wie kann man da sozusagen vertrauen und vertragliche Klarheit?

00:17:11: Also, da kommt man ja sehr schnell.

00:17:13: Ich fließ auch am liebsten Geschäfte mit langjährigen Geschäftspartnern ab.

00:17:17: Da schreibt man sich eine E-Mail, der andere sagt, ja, okay, machen wir so.

00:17:19: Und dann macht man das so, die Rechnung wird bezahlt, die Leistung wird erbracht.

00:17:22: Aber das ist ja nicht immer so.

00:17:25: Wie siehst du das?

00:17:26: Genauso wie du.

00:17:27: Ich sage auch jedem Kunden, mit dem ich Vertrag mache, ich sage, es gibt leider so einen ungemütlichen Part, den wir leider erfüllen müssen, weil wir halt eine GmbH sind beispielsweise.

00:17:35: Und ich bin natürlich als Geschäftsführer das Sprachorgan der Gesellschaft und bin an gewisse Formalien gekoppelt.

00:17:40: Da kann ich leider nichts dagegen.

00:17:41: Das muss einfach abgebildet werden.

00:17:43: Das versteht auch jeder.

00:17:44: Ich glaube, wichtig in der Praxis sind drei Sachen.

00:17:47: Ersten zeige dich großzügig.

00:17:49: Ja, also das ist so einfach, dass das nicht irgendwie auf jeden Furz und Feuer steinbar, wenn wir mal aus der Praxis heraussprechen, was passiert denn damit?

00:17:56: Zweifel streitest du dich oder wie auch immer und keiner geht da als Gewinner daraus hervor.

00:18:00: Das ist zumindest in aller Regel der entscheidende Punkt, sodass ich also erst mal sage, okay, zeige dich einigermaßen großzügig, wenn es also um irgendwelche Absprachennotwendigkeiten geht, die dann schriftlich zu verankern sind.

00:18:11: Das Zweite benutze eine einfache Sprache.

00:18:13: Also es ist wirklich, wir haben ganz einfache Verträge, wir haben ganz einfache allgemeine Geschäftsbedingungen.

00:18:18: teilweise auch ganze Jahresverträge und ähnliches sind dann irgendwie auf fünf Seiten des alles.

00:18:23: Und das Dritte ist vor allen Dingen, was den Link zwischen dem Vertrauen herstellt und der Verschriftlichung ist die Individualität.

00:18:30: Und da gibt es für die meisten Unternehmen einen großen Bruch.

00:18:32: Also Individualität bedeutet zum Beispiel, dass ich ganz klar über Rückbezüge arbeite, sodass derjenige, der dann zum Beispiel nochmal das notwendige formale Angebot oder den Vertrag bekommt, auch wirklich in diesem Schritt auch noch sieht, ich sehe dich, ich habe dir wirklich zugehört, ich habe hingehört, ich habe es genau verstanden.

00:18:47: was die meisten Unternehmen leider nicht verstehen ist, dass dort in Angeboten und in der Verschriftlichung eine unglaublich psychologische Bruchstelle liegen kann.

00:18:56: Und wenn man dort sauber mit Rückbezügen arbeitet und deswegen auch erklärt, warum bestimmte Dinge geklärt sind, dann ist meine Erfahrung, dass man damit auch keine Probleme bekommt.

00:19:06: Aber man sollte an dieser Stelle wirklich sich auch die Mühe machen, vielleicht nochmal ein paar Sätze dazu zu schreiben, damit es eben nicht irgendwie eine Störung in dem Vertrauensgefühl gibt und dann sonst einfach offen drüber sprechen.

00:19:16: Ich habe es wirklich mit jedem Kunden genau immer wieder dasselbe Gespräch.

00:19:20: Und es ist manchmal so ein geflügeltes Wort, dass dann auch Kunden sagen, Mensch, also bei dir jetzt so einen schriftlichen Vertrag, hätte ich gar nicht erwartet.

00:19:26: Ich dachte, du bist Handschlagunternehmer.

00:19:27: Und da lachen wir immer und dann sage ich, ja, ich weiß.

00:19:29: Aber leider ist auch der Handschlagunternehmer manche gesetzige Vorgabe gekoppelt und dann wird einmal drüber gelacht.

00:19:34: Man liest das einmal durch.

00:19:35: Es wird je nach Größe einmal kurz durch die juristische Abteilung gejagt und das war es.

00:19:39: Und auf die Art und Weise sehe ich, also habe ich da tatsächlich toll, toll, toll noch keine großen Probleme.

00:19:45: Das Thema Vertrieb hat ja viele verschiedene Aspekte und einer davon ist jetzt wie alle anderen Bereiche eines Unternehmens auch, dass das Thema künstliche Intelligenz natürlich auch im Vertriebsprozess sich widerspiegeln wird, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.

00:20:03: Was kannst du jetzt schon sagen, wo beschleunigt KI den Vertrieb messbar?

00:20:08: Wo du sagst, das hat jetzt schon Impact und wo ist es eher kontraproduktiv bzw.

00:20:13: führt sogar ein bisschen in die Irre.

00:20:16: Also ich glaube, in die Irre führt es dort, wo versucht wird Beziehung zu ersetzen.

00:20:19: Das funktioniert nicht.

00:20:20: Wir sehen das jetzt auch, dass auch Unternehmen, die versucht haben, Kundenservice auszulagern, mit KI-Lösungen zu automatisieren.

00:20:26: Klar, da glaube ich, ne?

00:20:27: Ich

00:20:27: nenne jetzt keine Namen.

00:20:29: Aber dass dort das komplett in die Tonne gegangen ist, das wird sich auch nicht verändern, weil wir sind nun mal soziale Wesen und wir wollen im menschlichen Kontakt.

00:20:36: Wir sind ja tatsächlich auch auf Fühlen ausgelegt, nicht umsonst gab es für Spiegelneuron Nobelpreis.

00:20:41: Das ist ja nicht einfach so in uns angelegt.

00:20:42: Also wir wollen einen menschlichen Kontakt besonders in beziehungsintensiven Phasen.

00:20:46: Deswegen glaube ich, alles was Beziehungsebene wirklich ersetzt, da wird KI nicht wirklich punkten können.

00:20:53: Und wo wir aber natürlich schon messbare Ergebnisse sehen, klar, das sind diese ganzen administrativen Aufgaben, das sind Rechercheaufwendungen.

00:21:00: Also alles, wo man im Prinzip sehr, sehr viel Arbeit früher mit auf menschliche Ebene mit verbracht hat, das kann natürlich mittlerweile von KI sehr gut unterstützt werden.

00:21:09: Ich glaube aber auch, und das hat ja die neue Studie, die jetzt, ich glaube vor zwei Wochen, also September, ... wenn man in der Lube in der Form ... ... dass auch Intelligenz mit eingebracht werden muss, ... ... dass kritisches Denken weiter ... ... nicht ersetzt werden kann, ... ... dass also besonders auch beim Input ... ... darauf geachtet werden muss, ... ... dass man das eben nicht ersetzen kann, ... Ich schon sage, schlechter Input, schlechter Output.

00:21:45: Und das wird sicherlich auch eine sehr stark zukunftsfördernde Haltung sein.

00:21:50: Wenngleich, ich glaube, da hatte ich ja dann auch in der Panel-Diskussion bei euch darüber gesprochen, dass wir genau deswegen auch ein Unternehmen über Leadership anders nachdenken müssen.

00:21:57: Da gibt es gewaltige Herausforderungen, vor denen wir stehen.

00:21:59: Ich glaube, dass wir in der Jahre XXXII, XXII, auch vom großen Thema der Business-Transformation stehen.

00:22:04: Da werden viele Unternehmen sich miteinander setzen müssen.

00:22:07: Und so schätze ich, dass ein, wo es in die Irre führt und wo es sicherlich auch schon messbar zu besseren Ergebnissen beiträgt.

00:22:14: Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten, die KI im Vertriebsprozess einzusetzen.

00:22:19: Gibt es irgendwas, wo du sagst, dass meine rote Linie da, würde ich das definitiv nicht machen?

00:22:27: Das ist interessant, dass du die Frage stellst, weil wir das tatsächlich vorgestern im Team kommuniziert haben.

00:22:32: Also wo ziehen wir Linien und was geht für uns gar nicht?

00:22:37: Momentan sind wir persönlich auf dem Stand, dass es zum Beispiel gar nicht geht, bei was uns nämlich vorgeschlagen wurde, zum Beispiel automatisierte Avatar-Videos zu versenden, im Sinne von Geburtstagsglückwünschen oder besonders norailgischen Punkten, wo wir sagen, eher schlechte Idee, das ist so eine Grenze über die wir nicht gehen wollen.

00:22:55: Genauso zum Beispiel Begrüßungs-E-Mails bzw.

00:22:58: Videos zu versenden, schwierig in der persönlichen Ansprache.

00:23:03: Das ist sicherlich so eine Grenze, wo wir jetzt persönlich in unserem Unternehmen sozusagen sagen, das passt für uns nicht zum Wertekonstrukt, wo wir einfach eine persönliche rote Linie ziehen.

00:23:12: Ich glaube, dass es die rote Linie nicht gibt.

00:23:14: Ich glaube auch hier, es ist lohnswert, dass mein Unternehmen drüber spricht und dann gemeinschaftlich eine Entscheidung trifft und sagt, okay, für uns auf Basis unseres Businessmodells, unserer Kunden, unserer Customer Journey und so weiter, ist das eben sowohl von der Tonalität wie auch von den Claims und so weiter, ist das einfach eine Grenze, die wir an der Stelle ziehen.

00:23:30: Aber das ist zum Beispiel eine Sache, die wir jetzt hier gerade vorgestern beschlossen

00:23:33: haben.

00:23:34: Ja, spannend.

00:23:35: Diese Diskussion gibt es, glaube ich, bei vielen Unternehmen gerade, wo und wie man die Grenze zieht.

00:23:41: Ja, ist auch gut so.

00:23:42: Genau.

00:23:44: Wir haben hier auch natürlich viel dazu gesprochen.

00:23:46: Ich habe Formstudium und während des Studiums immer mal im Callcenter gearbeitet und kenne diese Arbeit.

00:23:52: Die ist ja eher redundant und jetzt nicht besonders highly qualified.

00:23:58: Und wir haben hier einen Call Center kennengelernt, im Zuge unseres Festivals natürlich, was das komplett AI gesteuert macht.

00:24:07: Und ich muss sagen, das ist wahnsinnig gut.

00:24:09: Und da können in der Minute, glaube ich, zweitausend Calls gleichzeitig stattfinden.

00:24:14: Und man hört tatsächlich, es ist mittlerweile so gut, dass man den Unterschied nicht hört.

00:24:18: Das heißt, die ganzen Call Center, also ich hätte als Studentin dann keinen Job, weil das jetzt die AI oder die KI wesentlich besser macht als man selber und natürlich auch effizient.

00:24:29: Das sind ja jetzt aber nicht nur die einzigen Vertriebstätigkeiten, die man da hat.

00:24:33: Was würdest du sagen, braucht es künftig weniger Salespeople oder andere, bessere, wie ist da deine Prognose?

00:24:40: Oder gar keine mehr vielleicht?

00:24:43: Ja, schwierige Frage, weil wir müssen uns ja erstmal die Frage stellen, woher kommt überhaupt die Frage, ob wir überhaupt noch Salespeople brauchen.

00:24:51: Das ist ja aus meiner Sicht zumindest die entscheidende Frage.

00:24:54: Und ich glaube, dass was Unternehmen in den letzten Jahren versäumt haben, das man nicht anklagen, sondern einfach feststellen ist, dass man eben Vertriebler oftmals gerne eher so als Ressource innerhalb des Bereichs gesehen hat.

00:25:07: So, das ist halt Person A, die irgendwas verkauft.

00:25:10: Und ich glaube, wir stehen jetzt, Gott sei Dank, endlich vor der Notwendigkeit des Unternehmen mehr verstehen müssen, dass das, was sie bisher nicht gemacht haben, versäumt haben, die einzelne Vertriebler als starke, wahrnehmbare Marke aufzubauen, als wirkliche echte Personenmarke aufzubauen.

00:25:26: Deswegen intendiere ich nicht dazu zu sagen, ja, wir brauchen generell weniger oder mehr oder bessere oder wie auch immer, sondern wir müssen überhaupt erst mal verstehen, dass ein wirklich guter Verkäufer vor allen Dingen eine starke Personenmarke sein muss und wahrnehmbar am Markt Existenz sein muss.

00:25:40: Also das heißt, wenn du dir zum Beispiel mal überlegst, wie viele einzelne Verkäufer in einem Unternehmen haben, zum Beispiel einen Podcast.

00:25:46: Wie viele davon sind wirklich strukturiert in einem Personal Brand.

00:25:50: Wie viele davon stehen regelmäßig mal auf einer Festivalbühne?

00:25:53: Nehmen wir eine Panel Diskussion und so weiter.

00:25:55: Auch hier gilt wieder, wenn man in dieser Bubble unterwegs ist, sagt man ja doch einige, aber das ist ja prozentual gesehen nur sozusagen ein Tropfen auf dem heißen Stein.

00:26:02: Und ich glaube, das Unternehmen Genau deswegen habe ich das noch mit der Transformation angesprochen.

00:26:07: Führung muss sich massiv verändern.

00:26:08: Wenn wir über KI nachdenken und jeder Mitarbeiter künftig, schon jetzt teilweise je nach Größe der Organisation, mit KI-Assistenten und so weiter arbeitet, dann ist gewissermaßen jeder Mitarbeiter mittlerweile auch schon Führungskraft, nämlich eines hybriden Teams, wenn man es mal so sagen möchte.

00:26:22: Wir können also nicht mehr sagen, ja, Leadership ist das, was wir mal irgendwie vor zwanzig Jahren definiert haben.

00:26:27: Und deswegen sage ich, ich glaube schon, dass gerade die Einstiegsjobs, das sehen wir ja auch immer gefährdeter sind, nicht Umsonst brechen die auch immer weiter weg.

00:26:34: Es wird ein Problem.

00:26:36: Wir haben gleichzeitig in den High-Paid-Jobs große Schwierigkeiten, die auf uns zukommen werden aus meiner Prognose.

00:26:41: Wenn ich mir zum Beispiel anschaue, Dänemarkt, die Medikamentenentwicklung mit KI, das ist Farmer.

00:26:45: Also es ist Forschung, wo man auch sagt, selbst diese High-Paid-Jobs sind angefasst.

00:26:50: Und das wird natürlich die Frage auffärfen, was ist denn noch dein vertrieblicher Wertbeitrag?

00:26:54: Und deswegen, glaube ich, ist Personal Branding umso wichtiger, der gezielte Markenaufbau wichtiger.

00:26:59: Und natürlich werden wir auch in eine Situation kommen.

00:27:02: zumindest in der wir auf jeden Fall bessere Verkäufer brauchen im Sinne von wahrnehmbare Brands, um es ein drittes Mal zu sagen, die dann wirklich auch in den Köpfen der Menschen einen Unterschied machen.

00:27:14: Und da wird sich das Qualifikationsprofil gewaltig drehen, weil KI natürlich heute schon, du hast gerade das mit dem Kundenservice angesprochen, ja, wir gehen mittlerweile so weit, dass KI natürlich auch sagen kann, wann soll ich anrufen, wen soll ich anrufen, was sind die Argumente, die genannt werden, in welche Reihenfolge sie bringen.

00:27:28: Das heißt, wir müssen uns darauf einstellen, dass sich klassische Qualifikation eines Vertrieblers natürlich momentan massiv drehen.

00:27:35: Und deswegen wird sich auch das Qualifikationsprofil drehen.

00:27:38: Und wenn darauf keine Antwort gefunden wird, dann wird immer der Eindruck entstehen, ja, die brauchen wir eigentlich.

00:27:42: Die können wir ja komplett wegverlagern.

00:27:44: Aber so war ich hier sitze und ich glaube, das liegt jetzt nicht an mir.

00:27:46: Das liegt einem daran, die Evolution, die wir durchlaufen haben und dem Fakt, dass wir Menschen sind.

00:27:52: Es wird immer, für Momente, in denen es wichtig ist, wird immer der menschliche Kontakt gebraucht werden.

00:27:58: Also, um das nochmal vielleicht ein bisschen humorvoll zu machen, theoretisch könnten wir jetzt ja auch schon über Zoom heiraten.

00:28:03: Ja, so kannst du sagen, hey, statt... wollen wir irgendwie heiraten, dann treffen wir uns als digitale Avatare, irgendwie bei Zoom, Riverside oder sonstiges, dann gibt es da so einen KI-Pfarrer und der traut uns so.

00:28:13: Und jeder lacht und sagt, ja, das kann man, die sagt doch, technisch geht das, aber warum machen wir es nicht?

00:28:17: Weil es für uns eine bedeutsame Situation ist, weil es für uns emotional wichtig ist, weil wir diesen Moment erleben wollen.

00:28:23: Und deswegen glaube ich, müssen wir das unternehmen, viel mehr die Frage stellen, was macht denn sozusagen ein Treffen mit unseren Verkäufern zum Erlebnis?

00:28:30: Warum ist es das Wert, dass das dieser Moment ist, der wirklich geteilt wird?

00:28:33: will.

00:28:34: Und auf diese Fragen erhalte ich noch zu wenig Antworten.

00:28:37: Ich freue mich immer, es gemeinsam dann zu erarbeiten, zu diskutieren.

00:28:40: Aber ich glaube, das ist die viel wesentlichere Frage.

00:28:42: Und dann wird sich tatsächlich auch ausstellen, wie sich etwas mit der genauen Anzahl von Vertrieblern in welcher Organisation auch immer verhält.

00:28:49: Aber wir müssen dringend darüber nachdenken, was der künftige vertriebliche Wertbeitrag von vielen Verkäufern sein wollt.

00:28:54: Ansonsten werden wir viele Personaldiskussionen führen werden.

00:28:57: Ich

00:28:59: bin noch ein bisschen hängen geblieben an dem Thema Avatar heiraten lassen.

00:29:03: Das würde natürlich keiner machen, aber ich glaube, dass sich durch Avatar entscheiden lassen, ist wahrscheinlich...

00:29:08: Das ist ein sehr cleverer Gedanke.

00:29:10: Das ist ein sehr cleverer Gedanke.

00:29:12: Da würde ich auch sagen, da können wir Geld sparen für die Scheidung.

00:29:15: Genau, da können wir Geld sparen für die Party im Anschluss, die ja auch immer moderner wird.

00:29:19: Früher in Amerika, mittlerweile auch rübergekommen.

00:29:21: Ja, das ist ein sehr cleveres Geschäftsmodell.

00:29:22: Guck mal, sind wir schon wieder auf eine neue Idee gekommen.

00:29:26: Ich möchte jetzt nochmal in eine neue Rubrik am Ende übergehen und zwar Schnellfeuerklare Kante.

00:29:32: Das heißt, wie ich stelle dir ein paar knackigere Fragen und bekomme knackigere Antworten.

00:29:39: Wir starten direkt eine Sales-These, die du nicht mehr hören kannst.

00:29:44: Qualität und Sympathie sind kaufentscheidende Gründe.

00:29:47: Nein, sind sie nicht, sondern es sind Grunderwartungen.

00:29:49: Wenn ihr nicht mehr einfällt, hast du ein Problem.

00:29:52: Sehr gut.

00:29:53: Welche Metrik kilst du morgen?

00:29:56: Pure Kontaktanzahl, kann ich langsam nicht mehr hören?

00:29:58: Ich kenne aber eine Million Leute, wo man sagt, ja, aber trotzdem ist die Pleitung, kannst deine Miete nicht bezahlen.

00:30:03: Ich glaube, pure Kontaktanzahl ist für die meisten eine Metrik, von der sie sich relativ schnell verabschieden sollten.

00:30:09: Bester Einwand und deine Lieblingsantwort dazu.

00:30:15: Beste Einwand ist Ulf.

00:30:17: Es gibt ganz viele Einwände, die wir trainieren müssen.

00:30:19: Nein, es gibt nur einen einzigen Einwand.

00:30:20: Dieser Einwand heißt mangelndes Vertrauen.

00:30:22: Entweder dir selbst gegenüber oder dem Anbieter gegenüber.

00:30:25: Lass dich von allem anderen nicht beirren.

00:30:27: Einwände sind die logische Konsequenz aus der Qualität aller vorangegangenen Schritte.

00:30:32: Das heißt, wenn du davor richtig gut arbeitest, hast auch keine Einwände und maximal ein Vertrauensproblem.

00:30:37: Also insofern schöne Grüße an alle Anbieter, die damit immer noch gerne Geld verdienen.

00:30:41: Ich hoffe, dass mehr und mehr Leute aufwachen und sich für dieses Thema nicht mehr unbedingt reichlich Budget aus den Rippen leiern.

00:30:48: Ja, da bin ich ganz bei dir.

00:30:49: Ich hoffe vor allem, dass die ganzen Personalentwickler, die uns vielleicht zuhören, das Hören und andere Fortbildungsmöglichkeiten für ihre Teams buchen.

00:30:59: Dein Tipp gegen Mittelmaß im Team.

00:31:03: Entscheide dich jetzt gar nicht für Mittelmaß.

00:31:05: Und das klingt relativ simpel.

00:31:07: Aber es ist eine tägliche Entscheidung auch zu sagen, ich lasse Mittelmäßigkeit erst gar nicht zu.

00:31:11: Meine Kunden zum Beispiel sagen immer so, also Unterexzellenz ist eigentlich gar nicht der Grund, dass wir miteinander sprechen sollten.

00:31:18: Von der Seite her.

00:31:21: entscheide dich erst gar nicht für Mittelmaß.

00:31:24: Sehr gut.

00:31:25: Wir haben am Ende immer unsere traditionelle Abschlussfrage.

00:31:29: Jetzt haben wir das Festival dieses Jahr gerade erfolgreich abgeschlossen, aber bei

00:31:37: ... ... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §...

00:31:39: §... §... §... §... §... §... §...

00:31:40: §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §...

00:31:43: §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... §... gerne essen gehen

00:31:51: würde.

00:31:56: Ob die beim Festival dabei sind oder nicht?

00:31:57: Ich weiß ja auch noch gar nicht, wer in sechsundzwanzig dann dabei ist.

00:31:59: Ja, eben,

00:31:59: genau.

00:31:59: Deshalb poste ich jetzt quasi die freie Auswahl.

00:32:02: Ich hab

00:32:02: die freie Auswahl.

00:32:02: Also ich sag mal so, ich hab zwei Antworten.

00:32:05: Als erstes würde ich tatsächlich einmal im Leben gerne mit Jeff Bezos essen gehen, weil Jeff Bezos hat mich gerade durch diesen Job, Tobi Dannern, satt sich diesen radikalen Kundenfokus, den er mal angelegt hat, sehr stark geprägt.

00:32:14: Also gerade diese Übung mit dem leeren Stuhl.

00:32:16: Was würde der Kunde sagen?

00:32:17: Ich weiß irgendwie oft, wie ich diese Frage schon im Unternehmen gestellt habe.

00:32:19: Was würde der Kunde sagen, der auf diesem imaginären Stuhl setzt, wenn wir uns hier gerade zerfleischen?

00:32:23: will der, wonach müssen wir uns ausrichten.

00:32:25: Diese unglaubliche Kundenfokussierung, das finde ich einfach spannend, würde ich mich super gerne mit ihm drüber unterhalten.

00:32:30: Und das andere sind tatsächlich, ich muss ganz ehrlich sagen, es sind einfach viele Unternehmer, mit denen ich arbeiten darf, weil ich glaube, in all den ganzen Möglichkeiten ist Loyalität und dieses gemeinsame Vivusel uns dadurch immer noch ein Wert, der mich zumindest total kickt.

00:32:45: Und da hätte ich Lust, vielleicht mache ich das sogar, dass wir ich den ganzen Tisch dann irgendwie mal mal bei euch anfragen und wir dann sozusagen einen ... einen Mittagslunch mit einigen ... ... coolen Kunden machen, da hätte ich tatsächlich ... ... auch Lust zu.

00:32:57: Aber ich glaube, das sind so die zwei ... ... Antworten, die ich dir auf die Frage geben

00:33:01: möchte.

00:33:02: Sehr schön, wir versuchen unser Bestes, vielleicht nicht sehr möglich.

00:33:07: Danke dir lieber Ulf.

00:33:08: Sehr gerne, danke

00:33:09: an dich.

00:33:09: Das

00:33:09: war sehr spannend, die Perspektive des Vertriebs mal zu sehen und zu hören, was da die künstliche Intelligenz sozusagen uns noch bringt und vielleicht auch schon gebracht hat und worauf es ankommt.

00:33:22: Ich werde auf jeden Fall unserem Sales Team hier intern diese Folge sehr empfehlen.

00:33:25: Das tue ich auf allen anderen.

00:33:27: Wenn dir die Folge gefallen hat, gebt uns gerne unsere fünf Sterne am Ende und alle weiteren Informationen gibt es noch in den Show-Notes.

00:33:37: Und wir freuen uns auf die nächste Ausgabe.

00:33:40: Und bis dahin, alles Gute, bis zum nächsten Mal.

00:33:44: Wenn

00:33:44: ihr unsere Gäste live erleben wollt, kommt am sechzehnten und siebzehnten September, zwei tausend sechsundzwanzig zum Big Bang KI Festival nach Berlin.

00:33:52: Infos und Tickets gibt es unter BigBankFestival.de.

00:33:56: Und wenn euch diese Folge gefallen hat, lasst Kommentare da, abonniert den Podcast und hört auch bei der nächsten Folge wieder rein.

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